Das Statement von Dorothee Brakmann im Wortlaut:

 „Ein Handelskrieg mit Zöllen auf Arzneimittel beeinträchtigt die Patientenversorgung erheblich. Diese Zölle und die erwarteten Gegenmaßnahmen der EU werden zu deutlich höheren Preisen und einer mindestens vorübergehend erheblich schlechteren Verfügbarkeit von Therapien führen. Auch die Herstellungskosten könnten erheblich steigen, was zu Produktionsverlagerungen führen könnte – ebenfalls auf beiden Seiten. Gewinner gibt es dabei keine.

Mehr denn je kommt es deshalb darauf an, die Arzneimittelversorgung resilienter aufzustellen und gegen eine zunehmend erratische US-Handelspolitik zu desensibilisieren. Um diversere Lieferketten zu diversifizieren, mehr Arzneimittelproduktion nach Europa zu holen und Abhängigkeiten zu reduzieren, braucht es ein neues gesundheitspolitisches Mindset:  Wir müssen einen klaren Konsens darüber haben, was uns eine stabilere und resilienteren Arzneimittelversorgung wert ist. 

Spätestens jetzt ist also klar: Es geht nicht mehr darum, ob die Arzneimittelversorgung in Zukunft teurer wird, sondern um das Warum. Will Europa in stabilere und resilientere Arzneimittelversorgung investieren oder die Milliarden in einen sinnlosen Handelskrieg mit den USA investieren? Unabhängig davon, ob Donald Trump Arzneimittel in seine Zollaktivitäten einschließt oder erst einmal nicht, ist Handeln gefragt.“