Therapie-Erfolg bei Volkskrankheiten: Lebensqualität statt starker Pharmazeutika

Die Daten belegen den klaren medizinischen Mehrwert der Versorgung: Schlafstörungen sind mit 47 Prozent das häufigste Beschwerdebild unter den befragten MCOS-Patient:innen. 70 Prozent der Befragten berichten durch die ärztlich begleitete Behandlung von einer massiven Verbesserung ihres Schlafs und ihrer mentalen Erholung. Zudem geben 49 Prozent an, ihren Alltag und Beruf dank der Therapie wieder deutlich produktiver und schmerzfreier zu bewältigen.

Besonders stark zeigt sich die Wirkung beim Umstieg von klassischen Arzneimitteln: Von den Patient:innen, die zuvor verschreibungspflichtige Schmerzmittel, Opiate oder Schlaftabletten eingenommen haben, konnten 71 Prozent diese dank Cannabis komplett absetzen. Weitere 20 Prozent haben ihre Dosis mehr als halbiert. Nur 0,8 Prozent der Befragten spürten keine Veränderung.

YouGov-Daten: Die Bevölkerung ist längst weiter als das gefühlte Alltagsstigma

Parallel dazu zeigt die repräsentative YouGov-Umfrage eine hohe Akzeptanz in der Gesellschaft: 75,1 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren fordern, dass medizinisches Cannabis gesellschaftlich genau wie andere rezeptpflichtige Medikamente behandelt wird. Rund zwei Drittel der Befragten empfinden eine Einnahme im Familienkreis (65 %), im Freundeskreis (69 %) oder unter Kolleg:innen (67 %) als unbedenklich.

Das Stigma-Paradoxon: Angst vor Ablehnung erzeugt Versorgungsrisiko

Trotz dieser gesellschaftlichen Rückendeckung erleben Patient:innen im Alltag eine andere Realität: 74 Prozent fühlen sich aufgrund ihrer Therapie weiterhin stigmatisiert. Das führt zu einer bewussten Geheimhaltung im eigenen Umfeld: 64 Prozent informieren ihre reguläre Hausarztpraxis nicht über die Behandlungsform – 33 Prozent tun dies aus reiner Angst, verurteilt zu werden. Konkrete Ablehnung durch medizinisches Personal außerhalb von MCOS erlebten in den letzten 12 Monaten bereits 29 Prozent. Auch im Job bleibt das Thema sensibel: 71 Prozent sprechen im Beruf nicht oder nur im engsten Vertrauenskreis darüber; Ein Viertel berichtet von konkreter Benachteiligung am Arbeitsplatz.

"Unsere Daten zeigen eine eklatante Lücke zwischen der Akzeptanz in der Bevölkerung und der Vorurteilspraxis im Alltag. Dass ein Drittel der Betroffenen die Medikation aus Angst in der behandelnden Hausarztpraxis verschweigt, ist kein Imagethema, sondern ein gefährliches Versorgungsrisiko: Wenn die Hausärztin oder der Hausarzt nichts von der Therapie wissen, drohen unerkannte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten", erklärt Cedric Lehmann, CEO und Gründer von MedCanOneStop. "Cannabis hilft Hunderttausenden Menschen, starke Schmerzmittel abzusetzen und im Job wieder schmerzfrei agieren zu können. Es ist Zeit, dass diese Realität in Praxen und Büros ohne Scham und Negativfolgen für die Patient:innen ankommen kann."