Healthcare-Kommunikation beschäftigt sich mit Fragen, die das Leben von Menschen unmittelbar betreffen. Eine Diagnose kann vertraute Pläne infrage stellen, Angst und Sorge auslösen, aber auch Hoffnung schüren. Wenn wir über Gesundheit sprechen, sprechen wir über etwas sehr Persönliches. Deshalb kommt es auf die Worte und Botschaften an: Sie können helfen, eine Diagnose zu verstehen, eine Sorge auszusprechen oder eine Antwort zu geben, für die bisher der Mut gefehlt hat. Fragen, was sein könnte. Sagen, was ist.
Mehr als Healthcare im klassischen Sinne
So vielfältig die Fragen rund um Gesundheit sind, so vielfältig sind auch die Aufgaben guter Healthcare-Kommunikation. Beim COMPRIX stehen deshalb längst nicht mehr nur klassische Pharma-Kampagnen im Mittelpunkt. Der Award deckt die ganze Bandbreite der Branche ab: Rx, OTC, Nahrungsergänzung, Tiermedizin, Dentalmedizin, Medizintechnik und Patientenkommunikation. Sieben sehr unterschiedliche Welten, die alle eines verbindet: der Anspruch, mit Kreativität etwas zu bewegen, das Menschen tatsächlich betrifft.
Klare Vorgaben, starke Ideen
Zum kreativen Alltag gehören dabei klare regulatorische Vorgaben. Sie bestimmen, was gesagt werden darf – aber nicht jede gestalterische Entscheidung. Wie eine Geschichte erzählt wird, welche Bilder sie verwendet und wie sie medizinische Inhalte verständlich macht: Hier liegen die kreative Aufgabe und die Leistung. Der COMPRIX sucht Arbeiten, die diesen Spielraum nutzen und zeigen, wie fachliche Genauigkeit und eine starke Idee zusammenwirken.
Über Disziplinen hinausdenken
Was braucht Healthcare-Kommunikation, um medizinische Entwicklungen verständlich zu machen und zugleich gesellschaftliche Fragen und die persönliche Situation der Menschen im Blick zu behalten? Für Eva Weghmann, Geschäftsführerin von fischerAppelt health und Mitglied im COMPRIX-Beirat, gehört es dazu, über einzelne Disziplinen hinauszudenken. „Die Zeiten isolierter Awareness-Kommunikation sind vorbei“, sagt Weghmann.
Gesundheitsthemen bewegten sich heute gleichzeitig im medizinischen, gesellschaftlichen und politi-schen Raum. Ansätze müssen deshalb über einzelne Produkte und klassische Kampagnen hinausgehen. Sie müssen medizinische Komplexität so greifbar machen, dass sie nicht nur verstanden wird, sondern auch zur Aktivierung und Verhaltensänderung beiträgt. Dabei gilt, dass auch die Grenzen zwischen Zielgruppen verschwimmen. „Wir haben es nicht mehr mit einzelnen Fach- oder Patienten-Zielgruppen zu tun, die sich statisch über reine Daten definieren”, beobachtet Eva Weghmann. „Wir müssen vielmehr genau verstehen, nach welchen Mustern sie handeln und zu welchen Communities sie sich zugehörig fühlen. Ob eine Idee trägt, entscheidet sich dann auch an anderen Faktoren. Reichweite zeigt, wie viele Menschen eine Botschaft oder Idee erreichen. Resonanz entsteht aber erst, wenn Menschen darin ihre eigenen Interessen, Erfahrungen und Fragestellungen wiederfinden. Wenn Kreation es heute nicht mehr schafft, den richtigen Vibe zu treffen, bleibt jede noch so gute Idee wirkungslos.”
Der Gala-Abend als Höhepunkt
Den Höhepunkt der COMPRIX-Saison 2027 bildet die Preisverleihung am 11. Juni in Berlin. Dort werden die ausgezeichneten Arbeiten gewürdigt und die Menschen hinter den Ideen sichtbar.
Termine im Überblick:
- Einreichungsstart: 2. November 2026
- Einreichungsschluss: 12. Februar 2027, 23:59 Uhr
- Preisverleihung: 11. Juni 2027 in Berlin
Informationen zu Kategorien, Teilnahmebedingungen und Einreichung unter https://comprix.com/award/einreichung/.
